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Get statt Bohrer, oder anders gefragt: Ist das Problem Karies "lösbar“?Diese Frage bewegt viele Patienten und somit auch uns Zahnärzte. Denn nach einer neuen Untersuchung der Universität Mainz haben -trotz allen medizinischen und technischen Fortschritts- immer noch viele Menschen Angst vor der Behandlung auf dem Zahnarztstuhl. Die Spitzenplätze dieser vermeintlichen "Bedrohungsskala“ belegen:
Durch spektakulär aufgemachte Meldungen in allen Medien wurden daher große Hoffnungen auf eine neue Behandlungsmethode geweckt, bei der auf das herkömmliche "Bohren“ verzichtet werden kann: Das sogenannte "Carisolv(TM)“-Gelsystem. Wie funktioniert das Verfahren? Chemisch gesehen besteht die Substanz aus drei Aminosäuren (also Eiweißbestandteilen) undNatriumhypochlorit. Das zunächst farblose Gel wird in die von Karies befallene Stelle, das "Loch im Zahn“ eingebracht. Nach ca. 30 Sekunden kann das durch eine chemische Reaktion farbig sichtbar gemachte kariöse Zahnbein mit Spezial-Handinstrumenten -also ohne zu Bohren- entfernt werden. Der Vorgang wird so oft wiederholt, bis keine Eintrübung des Gels nach erneutem Auftragen mehr erfolgt. Die Säuberung des Zahnes ist bei genauer Beachtung der Arbeitshinweise fast vollständig schmerzfrei durchzuführen: Bereits abgestorbenes oder mit Karieskeimen infiziertes Zahnbein wird durch rührende (rotierende) oder reibende Bewegungen Schicht für Schicht mit den speziell dafür entwickelten Instrumenten entfernt. Anschließend erfolgt die Weiterversorgung des Zahnes (z.B. mit einer Füllung) wie gehabt. Zu beachten ist jedoch folgendes:
Dr.Dirk Erdmann für den Ausschuß Öffentlichkeitsarbeit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein, 01.01.1999 |
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| Last Updated on Friday, 06 February 2009 13:28 |







